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Partner-News: Bundesminister Berlakovich würdigt Umweltleistungen der VAE Eisenbahnsysteme GmbH

Datum

02.02.2011

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GF Dir. Ing. Dieter Fritz, BM Berlakovich, DI Manfred Torschitz (v.l.n.r.)

Einleitung

Hohen Besuch durfte die VAE Eisenbahnsysteme GmbH am 27.01. im Werk Zeltweg begrüßen: Bundesminister Niki Berlakovich überzeugte sich vor Ort von den technischen Innovationen sowie den betrieblichen Leistungen im Bereich Umwelt, Energie- und Gesundheitsmanagement. Im Rahmen des Anlasses wurde zudem die Registrierungsurkunde zur Verlängerung der Teilnahme am Europäischen Umweltmanagementsystem „EMAS“ übergeben, an dem die VAEE seit 1997 erfolgreich teilnimmt.

Text

Die VAE Eisenbahnsysteme GmbH ist Weltmarktführer im Bereich der Herstellung von Weichentechnologien und zugehörigen hydraulischen Umstell- sowie elektronischen Überwachungssystemen. Im Werk Zeltweg sind ca. 650 Mitarbeiter beschäftigt. Die VAEE ist eine Tochtergesellschaft der Holding VAE GmbH, die - ebenso mit Sitz in Zeltweg - ein „Weichenimperium“ von über 40 Tochtergesellschaften auf 6 Kontinenten mit ca. 4000 Mitarbeitern leitet und eine 100%ige Tochtergesellschaft der voestalpine AG ist.

Dem Konzernmotto „einen Schritt voraus“ entsprechen die Mitarbeiter des Standortes in Sachen Umwelt gleich auf mehreren Ebenen:

Einerseits beim Design der Produkte, wodurch für die Kunden resultierend aus optimierten Geometrien, Materialauswahl und minimierten Wartungsaufwenden Energieverbrauch und Umwelteinwirkungen und diesbzgl Kosten minimiert werden. So stellen etwa die hydraulischen Umstellsysteme vollständig gekapselte Anlagen dar, die im Gegensatz zu den bisher üblichen mechanischen Stellsystemen keine äußere Schmierung mehr benötigen. Dadurch kommt es auch zu keinen Ölkontaminationen im Gleisbett mehr.

Andererseits bei der Fertigung der breiten Produktpalette: Die VAEE war 1997 bereits einer der ersten Teilnehmer am Umweltmanagementsystem EMAS und 2001 der erste steirische Industriebetrieb im „Klimabündnis für Betriebe“. Durch zahlreiche Verbesserungsprojekte wurden Wasserverbrauch und Abwasseranfall massiv reduziert, durch modernste Absaug- und Filteranlagen die Staubemissionen um 80-90% gesenkt und nun als jüngster „ großer Coup“ sogar eine CO2-neutrale Fertigung am Standort Zeltweg realisiert:


Dazu waren Maßnahmen auf 3 Ebenen nötig:

Einsparungs- und Vermeidungsstrategien bzw. Effizienzsteigerungen z.B. durch thermische Sanierungen von Gebäuden und Dachlichten, Abwärmenutzungen, Optimierungen im Heizsystem, moderne Klimatisierungsanlagen (Betonkernkühlungen) u.v.m erbrachten eine CO2-Einsparung von ca. 1.200 Tonnen pro Jahr.

Die Umstellung der Heizung auf eine Biomasse-Fernwärmeheizung in Zusammenarbeit mit der Bioenergie GmbH erbrauhte eine Vermeidung von 700.000 Nm³ Erdgas und somit 1.400 Tonnen CO2 pro Jahr. Zudem kommt die Biomasse aus dem engen regionalen Umfeld und ansonsten nicht verwertbaren Holzabfällen (Rinde, Ast/Wipfelschnitt, Schadholz).

Die Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes an der Pöls in Zusammenarbeit mit der Penz GmbH und Energie Zotter GmbH. Dadurch werden über 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr aus dem Stromzukauf eingespart und durch die Einspeisung von Überschussleistung im öffentlichen Netz ca. 2.500 bis 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr ersetzt, was die derzeit verbleibenden CO2-Emissionen am Standort aus Prozessgas, Fuhrpark und Stromspitzenzukauf überkompensiert.


Gerade im Bereich der Eisen- und Stahlverarbeitung ist ein derartiges gesamtheitliches Konzept mit Ergebnis der CO2-Neutralität und einer weitgehenden Energieautarkie eine bislang nicht für möglich erachtete Innovation. Zudem werden dadurch Einsparungen in einer Größenordnung von ca 700.000 Euro pro Jahr erzielt und Arbeitsplätze gesichert, denn v.a. das Kleinkraftwerk ist die nötige Vorstufe zur Investition einer neuen induktiven Zungenfertigungsanlage, die den Technologie-Vorsprung der VAEE und ca 50 Arbeitsplätze sichert.

Aufgrund dieser Leistungen wurde die VAEE auch jüngst mit dem Energy Globe Award Austria – Kategorie Luft und dem Energy GlobeAward Styria als Gesamtsieger ausgezeichnet. Insgesamt wurde der Standort Zeltweg in den letzten 15 Jahren mit nicht weniger als 23 Auszeichnungen im Zusammenhang mit Umwelt, Energie, Sicherheit und Gesundheit gewürdigt, darunter der Europäische EMAS Preis 2009 sowie der Europäische Sicherheitspreis 2003, 5 nationale EMAS Preise und 4 mal der Staatspreis für Arbeitssicherheit!



Fotos von Urkundenübergabe und Werksrundgang:
(Fotograf: Hannes Loske, ARTige Bilder Fotografie)

Ordner der Bildergalerie

DI Manfred Torschitz, BM Berlakovich, Dir DI Schriefl, GF Dir Ing Fritz, Gerald Pirkopf (BR-Angestellte) (v.l.n.r.)
GF Dir. Ing. Dieter Fritz, BM Berlakovich (v.l.n.r.)

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Das Projekt initiiert und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Groß-, Mittel, Klein- und Kleinstunternehmen untereinander. Das inkludiert alle Arten von Betrieben von der Produktion über den Dienstleister bis hin zum Zulieferer – die regionale Wertschöpfung steigt. Im weiteren Sinn verknüpft die Initiative auch drei teilnehmenden Bezirke enger miteinander, was der gesamten Obersteiermark West mehr wirtschaftliche Dynamik verleiht. So entwickelt die Region ein starkes Selbstbewusstsein – eine frische, positive Identität, die auch in den Köpfen der Bevölkerung ankommt.

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