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CSR-Betriebsbesichtigung: Nachhaltigkeit wird beim Kraft-Betrieb Brauerei Murau gelebt

KRAFT.DAS MURTAL = Kraftvolle Bezirke Murau und Murtal
News | CSR-Betriebsbesichtigung: Nachhaltigkeit wird beim Kraft-Betrieb Obersteirische Molkerei gelebt

Im Rahmen des Teilprojektes Nachhaltigkeit/CSR verfolgt die Wirtschaftsinitiative Kraft. Das Murtal das Ziel, gemeinsam kraftvolle CSR-Maßnahmen innerhalb des Netzwerkes umzusetzen und langfristig zu verankern. Um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, veranstaltet die Initiative Betriebsbesichtigungen in Partnerunternehmen, die bereits erfolgreich CSR-Maßnahmen umgesetzt haben. Aus diesem Grund lud man diesmal zu einer Besichtigung und Präsentation bei der Obersteirischen Molkerei ein. Der Einladung folgten rund 30 Personen aus dem Kraft-Netzwerk.

Im Wirtschaftsgebiet Murau und Murtal ist der Wandel von einer umweltbelastenden Schwerindustrie zu Unternehmen mit nachhaltigen Produktionsweisen gelungen. Die Mitgliedsbetriebe von Kraft. Das Murtal möchten in weiterer Folge zu einem Umfeld beitragen, welches die Wertschöpfung der Wirtschaft in Einklang mit den Wertvorstellungen einer modernen Gesellschaft bringt. Eine solche nachhaltige Unternehmensausrichtung nennt man Corporate Social Responsibility, kurz CSR.

Im Juni besuchten rund 30 Personen aus dem Kraft-Netzwerk die Obersteirische Molkerei und wurden von Betriebsleiter Siegfried Bärnthaler durch die Schaumolkerei („Milcherlebniswelt“) geführt. Im Anschluss an die Begrüßung durch den Projektpaten Ing. Mag. Manfred Wehr erfuhren die TeilnehmerInnen im Zuge einer Präsentation interessante Details von der Gründung der Molkerei bis hin zur Entstehung der modernen Anlage, die pro Jahr rund 170 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. Die Molkerei gilt als regionaler Vorzeigebetrieb im Bereich Nachhaltigkeit bzw. als Vorreiter im Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise und setzt auf Werte wie Regionalität, Tradition, Qualität, Innovation als auch Umwelt. „Schon seit langem verfolgt das Unternehmen eine Philosophie, die das Thema Umweltbewusstsein ins Zentrum der Produktion stellt. So haben wir in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro in unsere Produktionshallen investiert, um so jährlich 6.790.000 kWh und 1.671 t CO2 einzusparen“, erklärt Bärnthaler. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Verköstigung mit den preisgekrönten Käsesorten und dem gemeinsamen Netzwerken. Die Initiative Kraft. Das Murtal möchte sich für den interessanten Nachmittag und die Gastfreundlichkeit bei der Obersteirischen Molkerei herzlich bedanken.


klima:aktiv Auszeichnung für Obersteirische Molkerei und Energieagentur Obersteiermark
Bundesminister Andrä Rupprechter hat im Rahmen des klimaaktiv Programms „energieeffiziente Betriebe“ die Obersteirische Molkerei und die Energieagentur Obersteiermark ausgezeichnet. Ziel des klimaaktiv Programms ist, dass Unternehmen freiwillig dazu bereit sind, ihren Energieverbrauch zu senken und eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zu übernehmen.
Im Zuge der Neuerrichtung des Käsewerkes wurde nicht nur die Produktion optimiert. Es wurde in vielen Bereichen die Energieeffizienz verbessert. Energieintensive Bereiche sind die Prozessdampferzeugung, dabei wurde das Druckniveau gesenkt und die Kondensatrückführung verbessert, die Druckluftbereitstellung wurde durch Regelung der Kompressoren an den Bedarf angepasst, sowie das Leitungssystem auf Leckagen geprüft. Für die Eindickung von Molke und Magermilch wurde der Prozess umgestellt, um den Energieeinsatz zu verringern. Im Kältebereich wurde die Kälteerzeugung und die Eiswasseranlage optimiert. Für die Energiegewinnung wurden die Dachflächen am Standort Spielberg mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, um auch Ökostrom zu erzeugen.


Die Obersteirische Molkerei besteht aus den Betriebsstätten Knittelfeld und Kapfenberg. Beide Betriebe verarbeiten die angelieferte Rohmilch zu Milch und Milchprodukten. Am neuen Standort Spielberg erfolgt eine innovative und leistungsfähige Abpackung der eigenen Ware inklusive klimatisierter Vorlagerung der Rohware.
Über moderne Maschinen am Stand der Technik wird dort auch Käse für andere Hersteller lohnverpackt. Seit 2014 wird im neu erbauten Käsereifungszentrum sämtlicher in Knittelfeld produzierter Käse, mittels ressourcenschonender Anlagen und unter optimierten Verfahrensparametern, bis zur  vollkommenen Reife gepflegt. Die Produktion der sogenannten „gelben Palette“ – Hart-, Halbhart-, Schnitt- und Schmelzkäse, Butter, Topfen, Magermilch- und Molkepulver – erfolgt in Knittelfeld. Alle Käseprodukte werden in Spielberg gereift, abgepackt und gelagert. Die übrigen fertig verpackten Waren aus Knittelfeld werden mittels Shuttle-Transport in das zentrale Auslieferungslager nach Spielberg überführt. Dort werden auch die Kommissionierung und der Versand durchgeführt. Die „weiße + bunte Palette“ – Trinkmilch, Sauermilch, Schlagrahm und Joghurt – wird in Kapfenberg produziert. Sauermolke wird hauptsächlich in einer Biogasanlage verwertet und ein Teil an Mäster abgegeben. Die Süßmolke wird zum Großteil im eigenen Trockenwerk vertrocknet, ein geringer Anteil davon geht in Form von Konzentrat an verschiedene Abnehmer.

v.l.n.r.: Mag.a Andrea Hirschenberger (Generaldirektorin ÖGK Stmk)
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